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Meister Tian Liyang

Meister Tian Liyang praktiziert seit seiner frühesten Kindheit Taijiquan und andere chinesische Kampfkünste (Bagua, Xingyi). Mit 14 Jahren verließ er seine Eltern auf der Suche nach einem spirituellen Meister der Kampfkünste. Nach Umwegen über das Shaolin-Kloster und die Emei-Berge gelangte er schließlich in die Abgeschiedenheit der Wudang-Berge, dem legendären Ursprungsort des Taijiquan.

Hier fand er in Meister You seinen Meister und konvertierte 1988 zum Daoismus. Als Hauptvertreter der 15. Generation der berühmten Wudang-Schule wurde er ein erstklassiger Kampfkünstler und erwarb sich gleichzeitig tiefgreifende Erfahrungen in Meditation und Qigong. Er hat zahlreiche Adepten im In- und Ausland.

Auszüge aus einem Interview mit Tian Liyang:

Was sind für Sie die Grundprinzipien im Taijiquan?

Es gibt zahlreiche Prinzipien, aber grundsätzlich gelten die Prinzipien von Entspannung beziehungsweise Loslassen, Fangsong, sowie von Ruhe und Natürlichkeit. Die Bewegungen sind rund und lebendig, der Körper ist aufrecht, Himmel, Erde und Mensch bilden eine Einheit, ebenso Körper und Geist, das Innere und das Äußere werden gleichzeitig kultiviert.

Sie sprechen von Entspannung beziehungsweise Loslassen. Was bedeutet das konkret für Sie?

Krankheit und Schwäche des Menschen werden hervorgerufen durch Einflüsse in unserem Leben (im Nachgeburtlichen), das heißt, wir verbrauchen unser Qi, indem wir zum Beispiel unseren Geist zu stark beanspruchen, zuviel nachdenken, durch die Arbeit und viele andere Faktoren. Wenn wir loslassen und entspannen, kann unser Körper wieder in einen Zustand des „Wuji“ treten und zurück zu Natürlichkeit und Einfachheit gelangen. Der Körper wird durchgängig, das Qi kann frei in unserem Körper fließen und Gesundheit stellt sich ein. So heißt es: „Was entspannt ist, ist auch durchlässig.“